Wichtige Änderungen bei den Sportbootführerscheinen

Muster neuer SBF

(zur Vergrößerung und Erläuterung bitte anklicken)

Nach den Änderungen zu den deutschen Sportbootführerscheinen im Jahr 2017 ist nun auch der letzte angekündigte Schritt vollzogen: Der Sportbootführerschein wird ab 1.1.2018 in Form einer Kunstoffkarte ausgegeben (vgl. oben). Die bisherigen Sportbootführerscheine-Binnen und -See behalten ihre Gültigkeit. Sie können auf Wunsch und gegen Gebühr beim DSV oder beim DMYV auf das neue Format umgeschrieben werden.

Hier noch einmal die wichtigsten Änderungen des Jahres 2017.

Sportseeschifferschein (SsS) seit 1.1.2017:

  • Der Aufgabenkatalog zur Praxisprüfung hat sich geändert. Unter anderem hat der Bewerber nun für die einzelnen Aufgaben nicht mehr zwei, sondern nur noch einen Versuch.

Sportküstenschifferschein (SKS) seit 1.1.2017:

  • Der Aufgabenkatalog zur Praxisprüfung ist umfassender geworden. Unter anderem müssen mehr Pflichtmanöver gefahren werden. Details hier (Anlage 3 am Ende). 

Sportbootführerschein mit Geltungsbereich See oder/und Binnen (SBF-See, SBF-Binnen) seit 10.5.2017:
(Quelle: Deutscher Seglerverband, Rundmail vom 5.5.17 u.a., Deutscher Motoryachtverband, Rundmail vom 9.5.17 u.a., eigene Ergänzungen; alles nach bestem Wissen,  aber ohne Gewähr)

  • Die Sportbootführerscheine See und Binnen werden zu einem Sportbootführerscheindokument zusammengefasst, das jeweils für den Geltungsbereich 'Seeschifffahrtsstraßen' oder / und 'Binnenschifffahrtsstraßen' ausgestellt wird. Inhaltlich ändert sich dadurch nur wenig, es bleibt bei Prüfungen jeweils für die Bereiche 'See' und 'Binnen'.
  • Die Prüfungen zum Erwerb aller Prüfungen und Teilprüfungen des Sportbootführerscheins können bei allen Prüfungsausschüssen des Deutschen Segler-Verbands und des deutschen Motoryachtverbandes, auch im Ausland, abgelegt werden.
  • Alle Theorie- und Praxis-Teilprüfungen können zu verschiedenen Zeitpunkten und an verschiedenen Orten abgelegt werden. Bei Wechsel des PA´s wird die Zulassungsgebühr erneut erhoben.
  • Teilprüfungen des jeweils anderen Verbandes werden allerdings nicht anerkannt. Der theoretische und der praktische Prüfungsteil muss bei demselben Verband absolviert werden.
  • Es reicht grundsätzlich aus, wenn die Antragsunterlagen und Gebühren spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss eingegangen sind (bisher zwei Wochen).
  • Die Sperrfrist von vier Wochen für die Wiederholung nicht bestandener Prüfungen entfällt; die Prüfungen können jedoch nicht an demselben Tag wiederholt werden.
  • Für das fahrerlaubnisfreie Führen von Sportbooten besteht keine Altersgrenze mehr.
  • Sowohl die Besitzer der alten Sportbootführerscheine Binnen als auch die des neuen Sportbootführerscheins mit Geltungsbereich Binnen dürfen künftig auf Binnenschifffahrtsstraßen Sportboote von weniger als 20 Meter Länge führen. Einzige Ausnahme: Auf dem Rhein dürfen Sportboote von weniger als 15 Meter Länge geführt werden.
  • Das ärztliche Zeugnis wurde vereinfacht, so entfällt beispielsweise die Wiederholungspflicht bei eingeschränkter Sehschärfe. Auch diese Änderung gilt ebenfalls für diejenigen, die bereits Inhaber eines Sportbootführerscheins sind.
  • Der Arzt muss das Zeugnis künftig in einem geschlossenen Umschlag direkt an den Prüfungsausschuss senden. Der Sportbootführerscheinbewerber erhält eine Kopie.
  • Die Gebühren haben sich geändert. Sie schließen nun die Reisekosten der Prüfer sowie etwaige Raumkosten ein. Details über die einzelnen Prüfungsausschüsse, z. B. hier.

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